#staypositive: Wie Du in der Krise ein positives Mindset erlangst und behältst

#staypositive: Wie Du in der Krise ein positives Mindset erlangst und behältst

Als Modeunternehmerin zuversichtlich durch die Krise kommen

Kennst Du einen erfolgreichen oder krisensicheren Unternehmer, der länger schlecht drauf ist? Ich habe länger überlegt und ich kann Dir sagen, ich kenne keinen.
Eine optimistische Haltung hilft Dir gerade in diesen Zeiten, Dein Unternehmen mit maximal kleineren Einschnitten durch die Krise zu bringen.

In diesem Artikel erkläre ich Dir, wie Du es schaffst, Deine Gedanken ins Positive zu verschieben, auch wenn das gerade für viele eine echt harte Zeit ist. Ich erkläre Dir aber auch, warum Du bitte nicht auf Teufel komm raus gute Laune versprühen muss. Bitte verwechsel gute Laune jetzt nicht mit blindem Aktionismus. Ganz im Gegenteil – mehr Zuversicht soll Dir dabei helfen, Dir die aktuelle Situation bewusst zu machen und dann gezielt an die weitere Arbeit zu gehen.

Lass Dich inspirieren und sag mir gerne Bescheid, ob Dir meine Ideen weitergeholfen haben. Dazu kannst Du mir gerne einen Kommentar oder eine Email hinterlassen.

how to: Als Modeunternehmerin zuversichtlich durch die Krise kommen

Hast Du aktuell gute und schlechte Tage? Insbesondere in den ersten Wochen habe ich das selbst ganz deutlich gemerkt, dass die Hoch und Tiefs deutlich intensiver waren, als es vor der Coronakrise der Fall war. Inzwischen bin ich glücklicherweise ziemlich in der Situation angekommen und kann wieder etwas weniger belasteter arbeiten. Heute möchte ich Dir dabei helfen, dass Du das auch schaffst.

Schau mal, in welcher Phase Du Dich gerade befindest. Wenn Du Dich in meinen Worten, wie es Dir gerade gehen könnte, wieder findest, dann kannst Du Dich leichter einer Phase zuordnen. Ich rate Dir auf jeden Fall dazu, jede Phase bewusst zu erleben. Wenn Du unter Druck versuchst, wieder voran zu kommen, endet das nur mit Frust. Mach es also lieber Schritt für Schritt. Du kannst zum Beispiel pro Schritt eine Woche einplanen.

In der Situation ankommen

So geht es Dir gerade: Du wünschst Dir wahrscheinlich gerade nichts sehnlicher, als dass endlich Normalität einkehrt. Wahrscheinlich hast Du sehr unterschiedliche Tage, die sich mal gut und mal schlecht anfühlen. Du fühlst Dich überfordert von den vielen unterschiedlichen News, die man tagtäglich auf den diversen Kanälen konsumieren kann. Hast Du Kinder? Dann bereitet Dir die Vereinbarkeit von Kindern & Arbeitszeit gerade wahrscheinlich auch großes Kopfzerbrechen.

Das solltest Du jetzt tun: Zur Ruhe kommen. Die schlechte Neuigkeit: Die Krise erledigt sich leider nicht von heute auf morgen. Die Gute: Corona bedeutet nicht, dass Du in den kommenden Monaten kein Geld mehr verdienen wirst.

Am besten, Du machst Dir diese Woche keinen Plan. Keine to dos, außer es stehen wirklich brandeilige Dinge an, dann mach es danach. Überleg Dir, was Du gerade tun kannst, dass Dir Freude und Ruhe bereitet. Vielleicht liebst Du lange Spaziergänge in der Natur. Vielleicht möchtest Du mal wieder in Ruhe ein Bad nehmen oder einen Kuchen backen. Ganz egal, was es ist, diese Woche nimmst Du Dir Zeit dafür.

Wenn Du Kinder hast und es Dir schwer fällt, zur Ruhe zu kommen, power sie richtig aus. Mach eine Fahrradtour, wetthopsen auf dem Bett oder eine Kissenschlacht. Ganz egal, hauptsache Deine Kinder sind danach ausgeglichen und Du kannst sie für eine Stunde ins Bett oder zu einer selbstständigen, ruhigen Beschäftigung schicken. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Das klappt in der Regel auch mit einer Dreijährigen.

Das solltest Du jetzt nicht tun: Keine News, außer es werden wichtige Verordnungen, an die Du Dich halten musst, verkündet. Die konsumierst Du dann nur aus einer Quelle.

Kein blinder Aktionismus, weil Du es musst. Nur weil Du ohne Ziel auf Teufel komm raus los rennst, heisst das nicht, dass sich dadurch etwas verändert ;-).

Dein Ziel der Woche: Du kannst auf dem Boden der Tatsachen ankommen und die Situation annehmen. Dabei hilft meiner Erfahrung nach nicht verdrängen, sondern eher sacken lassen. Die Amerikaner sagen, nur wenn Du auf den Boden fällst, kannst Du (ähnlich z.B. wie ein Basketball) wieder upbouncen, also hoch titschen. Insofern, guten Fall 🙂

Rahmenbedingungen schaffen

So geht es Dir gerade: Du weißt, Du kannst die aktuelle Situation nicht ändern und Du hast Dich mit ihr arrangiert. Du fühlst Dich nicht völlig verloren, sondern eher ruhig und überlegst, wie ein potenzieller Plan aussehen könnte. Du weißt noch nicht, was Du jetzt in der aktuellen Situation tun sollst. Wenn Du Familie hast, ist Deine aktuelle Situation vielleicht gerade noch ziemlich unsortiert. Die Kids springen zwischendurch immer wieder rein und Du arbeitest an unterschiedlichen Orten zuhause.

Das solltest Du jetzt tun: Die Worte der Stunde lauten Routine & Rahmenbedingungen. Jahrelang hatte ich eine ausgeprägte Aversion gegen alle Arten von Routinen. Mit dem Alter kommt die Vernunft? Auf jeden Fall verspreche ich Dir, dass Du, sobald Du Dir eine Art von Alltag geschaffen hast, besser voran kommst und produktiver wirst.

Wie schaffst Du das genau? Stell Dir Mo-Fr den Wecker auf eine Zeit, die für Euch passt. Klär mit Deiner Familie, welche Aufgaben Du auf jeden Fall tagsüber übernehmen musst. Wenn Du zum Beispiel Deine Kinder täglich in den Schulalltag “einweisen” musst, dann starte damit und besprich dann mit der Familie, dass Du danach für eine gewisse Zeit Ruhe zum Arbeiten brauchst. Wenn Du wie ich ein kleines Kind hast, hilft es Dir vielleicht auch, wenn Du erstmal was zum auspowern machst. Geh am besten eine Runde raus oder nutze das ALBA Sportprogramm auf Youtube. Probier es einfach mal aus.

Wenn Du Kinder hast, die sehr viel Aufmerksamkeit brauchen, überleg Dir einen wöchentlichen Plan und versuch die Zeiten, in denen Du arbeiten kannst, nach und nach zu vergrößern. Plane feste Zeiten für die Kinder ein, damit sie wissen, dass Du Dich dann auch um sie kümmerst.

Du kannst Dir auch einen beispielhaften Wochenplan schreiben und das dann jede Woche nach Bedarf und anhand Deiner learnings weiter anpassen. Als Ergebnis solltest Du auf jeden Fall festhalten, wie viel Stunden Du aktuell in Arbeit investieren kannst.

Als Nächstes gehst Du hin und schnappst Dir Deinen Jahresplan. Erlaube Dir, den komplett zu streichen. Am vergangenen Wochenende habe ich einen sehr inspirierenden Podcast von einem Unternehmer gehört. Er gab den Tipp, “auf Sicht zu fahren”. Er hat also noch ein Produkt, dass er 2020 verkaufen will, aber die gesamten Monats- und Quartalsziele sind gestrichen. Stattdessen wird jetzt von Woche zu Woche geplant, so weit, wie Du im Nebel mit eingeschränkter Sicht halt schauen kannst. Diesen Tipp finde ich total sinnvoll, auch wenn Du noch keine Jahresplanung hast. So kannst Du Dich langsam in eine Planungsroutine einfinden. Schreib also zuletzt auf, was Dich nächste Woche weiterbringen wird, was Du dafür tun wirst, um mehr Kunden zu gewinnen.

Das solltest Du jetzt nicht tun: Zu viele to do’s aufschreiben. Fang klein an. Erlaube Dir, weniger zu schaffen als sonst. Fokussier Dich auf die wichtigsten Punkte.

Dein Ziel der Woche: Am Ende dieser Woche solltest Du einen Plan haben, wann und wie lange Du arbeiten kannst und was Du schaffen möchtest. Schau mal, fühlst Du Dich nicht schon ein bisschen sicherer und zuversichtlicher?

Loslegen

So geht es Dir gerade: Du hast eine Tagesroutine gefunden, die für Dich und Deine Familie klappt. Du hast einen Überblick, wie viel Zeit Du pro Tag zur Verfügung hast und Du brennst darauf, los zu legen und Deinen Plan in die Tat umzusetzen. Dadurch, dass Du weißt, was Du tun willst, geht es Dir schon viel besser.

Das solltest Du jetzt tun: Handbremse lösen und los geht’s. Falls Du Deine Planung noch nicht in mini kleine Stücke zerteilt hast, mach es bitte spätestens nicht. Schreib also nicht auf: “Einen Onlineshop aufsetzen”. Auch nicht: “Onlineshop an Website anbinden”. Sondern besser: 1. Recherchieren, welche Möglichkeiten für Onlineshop sich anbieten. 2. Befreundete Unternehmer nach Erfahrungen fragen. 3. Möglichkeiten ausloten, ob selber machen oder jemanden beauftragen. 4. Entscheidung treffen. …. und so weiter, und so weiter. Vorteil dieser Mini-Steps: Du hast schneller Erfolgserlebnisse.
Dann mach Dich ans Werk und arbeite die Punkte Stück für Stück ab. Abhaken nicht vergessen, das gibt den Meisten unter uns ein gutes Gefühl. Jetzt hast Du schon die ersten Schritte in Richtung Ziel gemacht, fühlt sich gut an, oder?

Das solltest Du jetzt nicht tun: Zu gross planen. Siehe oben. Zu ungeduldig werden. Immer schön einen kleinen Schritt nach dem Anderen. Versuch Dein Mindset vom grübeln ganz aktiv zu switchen und den nächsten kleinen Schritt abzuarbeiten. Wenn es Dir schwer fällt, stell einen Timer auf 25 min. Nur 25 Minuten…

Dein Ziel der Woche: Wenn Du einige Mini-Steps erledigt hast, fühlt es sich schon besser an, oder? Dein Ziel ist es, dass sich die Situation wieder kontrollierter anfühlt und Du ins Handeln gekommen bist.

Dranbleiben

So geht es Dir gerade: Du bist mitten in der Abarbeitung. Langsam fühlt sich alles wieder ein Stückchen normaler an. Du hast nach wie vor auch mal schlechte Tage, aber es geht immer irgendwie weiter. Dir macht die Zukunft nicht mehr so große Sorgen, weil Du etwas besser weißt, was auf Dich zukommt. Du bist in Deinem workflow angekommen.

Das solltest Du jetzt tun: Dranbleiben. Versprich Dir selber, selbst wenn es gerade noch nicht zu 100% so läuft wie Du Dir das vorstellst, für einen bestimmten, längeren Zeitraum (z.B. 3 Monate) genau so weiterzumachen. Kontinuität is king.

Schau immer wieder Deine Routine und Deine to dos an und lerne daraus. Was lief gut und was lief schlecht?
Wenn die Zeiten etwas überschaubarer werden und sich der Nebel langsam lichtet, kannst Du auch zu einer monatlichen Planung übergehen. Ich würde die Liquidität immer im Blick behalten.

Das solltest Du jetzt nicht tun: Aufgeben. Jetzt nicht schlapp machen. Wenn es gar nicht mehr läuft, richte Dich wieder aus. In der Regel sollte das jetzt aber soweit klappen. Das hilft Dir dabei, etwas sicherer in die Zukunft zu blicken.

Hast Du noch Fragen in der Corona-Krise, deren Antworten Dir total weiterhelfen würden? In meinem großen FAQ habe ich alles zusammengefasst. Das sind über 9 Seiten wichtige Infos, z.B. was mit den Messen passiert, ob Du eine neue Kollektion entwickeln solltest, welche Zuschüsse es gibt, und und und. Hier gehts zum Artikel.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.