5 Gründe, warum ein Onlineshop jetzt nicht reicht, um ein erfolgreiches Handmade Label aufzubauen

5 Gründe, warum ein Onlineshop jetzt nicht reicht, um ein erfolgreiches Handmade Label aufzubauen

Glaubst Du ein Onlineshop reicht jetzt, damit Du Dein Handmade Label zum Erfolg führen kannst? In diesem Artikel erfährst Du, welche fünf Hürden Dir meiner Ansicht nach im Weg stehen, um nur mit einem Onlineshop erfolgreich zu werden.
Ich wette, Du hast nicht jede dieser Hürden im Blick. Aber keine Sorge, vielen meiner Kundinnen ging es zu Beginn unserer Beratung ganz genauso. Heute verrate ich Dir also, was sonst nur meine Kundinnen erfahren. Los geht’s..

Warum ein Onlineshop nicht reicht um ein erfolgreiches Handmade Label aufzubauen

Es scheint so einfach: Onlineshop einrichten, Produkte online stellen, verkaufen, Umsatz machen, fertig. So einfach wie es klingt, ist es leider nicht.
Ich bin nach drei Jahren Beratungstätigkeit immer mehr der Auffassung dass es einfacher ist, zu Beginn über eine Positionierung im Einzelhandel zu wachsen.
Wenn Du nur über Deinen eigenen Onlineshop wachsen willst, sehe ich die folgenden 5 Hürden.

1. Hürde: Fehlende Technikaffinität

Hast Du schon einen eigenen Onlineshop? Viele meiner Kundinnen haben zu Beginn unserer Zusammenarbeit ihre Produkte über Plattformen wie etsy oder dawanda verkauft. Andere haben bereits ihren eigenen Onlineshop, der allerdings auf Baukasten Systemen basiert. Davon kann ich Dir nur abraten.
Meine Empfehlung ist immer: WordPress + woocommerce oder shopify.
Leider haben Website Baukästen den erheblichen Nachteil, dass google sie meiner Kenntnis nach deutlich weniger stark als Websites wie WordPress für’s Ranking berücksichtigt.

Gleichermaßen sind die Funktionen deutlich eingeschränkter, so dass man am Ende mehr Geld bezahlt, als wenn man die Website und den Onlineshop vernünftig mit wordpress aufsetzt.
Das Problem dabei: Häufig dauert es zu lange, bis meine Kundinnen ein einigermaßen vorzeigbares Ergebnis mit WordPress erstellt haben. Wenn das Budget es zulässt, empfehle ich auch immer die Beauftragung eines Expertens. Das muss bitte nicht mehrere tausend Euros kosten. Wichtig ist, dass das System WordPress einmal auf Deinen Webspace aufgespielt wird und ein passendes Theme (Vorlage) eingerichtet wird. Alles Andere kannst Du selbst machen.

Die Einzelhändler Akquise ist aus meiner Sicht wesentlich weniger technikaufwendig. Ganz im Gegenteil: Du brauchst Deine Verkaufsunterlagen, Dein Emailprogramm und Deine Kollektion.

2. Hürde: Mehr Investitionen erforderlich

Der Verkauf über Deinen Onlineshop ist budgetintensiver, als wenn Du Einzelhändler kontaktierst. Emails schreiben, Telefonate und Gespräche führen kostet nichts.

Für Deinen Onlineshop brauchst Du in der Aufbauphase so wohl Budget für die Einrichtung, als auch für das Marketing. Zu Beginn ist Dein Onlineshop ja, sofern Du nicht mindestens Micro-Influencer auf Instagram o.ä. bist, völlig unbekannt. Das musst Du ändern und dafür brauchst Du Budget.

3. Hürde: Schleppende Kundenakquise

Bevor Du eine relevante Umsatzgröße mit Deinem Onlineshop erwirtschaftest, sprich so viel einnimmst, dass Du gut von den Einkünften aus Deinem Handmade Label leben kannst, geht eine Menge Zeit ins Land. Leider funktioniert es nämlich nicht einfach so: Shop online, Kunden kommen. Ganz im Gegenteil.

Dein Laden ist leider nicht wie in der 1A-Lage Deiner Stadt stark frequentiert, sondern liegt gefühlt in einem Hinterhof. Diesen Hinterhof, in dem sich Dein Laden befindet, musst Du erst bekannt machen. Die Leute brauchen Gründe, warum sie gerade in diesen Hinterhof kommen sollen, und nicht einen der vielen anderen Läden besuchen sollen.

Und nein, nur weil Du dann gefühlt keine Kundengespräche (telefonisch und persönlich) wie bei der Einzelhändler Akquise führen musst und sozusagen aus Deinem Homeoffice heraus verkaufst, heisst das nicht, dass die Kunden einfacher kommen.

Im Übrigen musst Du sehr wohl sprechen: Vor der Kamera, auf Instagram oder Youtube, vielleicht ruft auch mal ein Kunde aus dem Onlineshop an.

Verkaufen heisst immer ein Stück weit seine Komfortzone verlassen und sichtbar werden, egal was Du verkaufst.

Kapitän Judith

Möchtest Du verkaufen, oder möchtest Du Dich verstecken?

Eine gute Nachricht zum Schluss: Du musst keine telefonische Kaltakquise machen, wenn Du Einzelhändler akquirieren willst.

4. Hürde: Dein Kundenfeedback ist rar

Wenig Kunden, wenig Feedback. Dabei brauchst Du so dringend die Reaktionen Deiner Kunden und Interessenten in Bezug auf Deine Produkte. Nur so kannst Du Dein Produkt weiterentwickeln und herausfinden, was Deine Kunden wirklich wollen.

Genau den Wunsch den Du mit Deinem Onlineshop verfolgst, haben die Kunden nämlich auch: Vielleicht wollen sie mit keinem sprechen. Retouren und individuelle Wünsche lassen sich doch ohne Kontakt wesentlich schwieriger bewerkstelligen, oder? 😉

Einkäufer beziehungsweise Inhaber von Boutiquen, die den Einkauf selbst erledigen, kannst Du hier wie Multiplikatoren verstehen. Bestenfalls wissen sie genau, welche Anforderungen und Wünsche Ihre Kunden auf der Fläche haben. Diese Informationen geben Dir die Einkäufer meistens schon im Verkaufsgespräch. Das hilft Dir extrem dabei, Dein Handmade Label von Saison zu Saison weiterzuentwickeln.

5. Hürde: Der Umsatz wächst deutlich langsamer

Die letzte Hürde ist meiner Meinung nach der wichtigste Grund, der dafür spricht, dass Du erstmal volle Energie in die Einzelhändler Akquise stecken solltest: Der Umsatz des Onlineshops wächst bei Einsatz gleicher Energie meistens wesentlich langsamer, als wenn Du Einzelhändler akquirierst.

Schaffst Du es, dass ein Einzelhändler einen Auftrag bei Dir schreibt, hast Du auf einen Schlag einen hohen drei- bis kleinen vierstelligen Betrag erwirtschaftet. In der Regel kauft ein Einzelhändler 6-12 Teile bei der Erstorder. Ein Neukunde im Onlineshop kauft 1- maximal 2 Produkte.

Aus meiner Erfahrung heraus ist es arbeits-, zeit- und budgetaufwendiger, einen Kunden für den Onlineshop zu gewinnen, als einen Einzelhändler. Zudem ist der Umsatz pro Kunde kleiner, wie eben beschrieben.
Aus meiner Erfahrung kann ich Dir erzählen, dass der Umsatz mit dem Onlineshop zu Beginn wesentlich langsamer ansteigt, als der Umsatz, den Du generieren kannst, wenn Du Einzelhändler akquirierst.

Das alles sind Gründe, warum es aus meiner Sicht sinnvoller ist, Deine Produkte zunächst an den Einzelhandel zu verkaufen.
Anders verhält es sich, wenn Du schon über 10.000 Follower auf Instagram aufgebaut hast oder anderweitig online eine große Reichweite besitzt. Dann kann es sinnvoll sein, zunächst auf Deinen Onlineshop zu setzen. Aber meiner Erfahrung nach trifft das in den seltensten Fällen zu :).

Willst Du wissen, wie Du die richtigen Einzelhändler für Dein Handmade Label identifizierst?
Dann schnapp Dir meine gratis Checkliste die Dir Schritt für Schritt erklärt, wie Du genau die richtigen Einzelhändler findest. Das ist der erste Schritt, um Dein Label in den Einzelhandel zu bringen. Los geht’s!

 

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